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1913

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Kalenderübersicht 1913
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August
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Dezember
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1913
Ismail Enver Pascha Die Jungtürken unter Ismail Enver übernehmen die Macht im Osmanischen Reich. Grenzveränderungen durch die Balkankriege Im Zweiten Balkankrieg wird das im Ersten Balkankrieg eroberte Gebiet neu aufgeteilt.
Stadttaufe Canberras In Australien wird mit dem Bau von Canberra
als neuer Hauptstadt begonnen.
1913 in anderen Kalendern
Armenischer Kalender 1361/62 (Jahreswechsel Juli)
Äthiopischer Kalender 1905/06 (10./11. September)
Baha'i-Kalender 69/70 (20./21. März)
Bengalischer Solarkalender 1318/19 (Jahresbeginn 14. oder 15. April)
Buddhistische Zeitrechnung 2456/57 (südlicher Buddhismus); 2455/56 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 76. (77.) Zyklus

Jahr des Wasser-Büffels 癸丑 (seit 6. Februar, davor Wasser-Ratte 壬子)

Chuch’e-Ideologie (Nordkorea) Chuch’e 2
Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 1275/76 (Jahreswechsel April)
Dangun-Ära (Korea) 4246/47 (2./3. Oktober)
Iranischer Kalender 1291/92 (um den 21. März)
Islamischer Kalender 1331/32 (29./30. November)
Japanischer Kalender Taishō 2 (大正元年);
Kōki 2573
Jüdischer Kalender 5673/74 (1./2. Oktober)
Koptischer Kalender 1629/30 (10./11. September)
Malayalam-Kalender 1088/89
Minguo-Kalender (China) Jahr 2 der Republik
Rumi-Kalender (Osmanisches Reich) 1328/29 (1. März)
Seleukidische Ära Babylon: 2223/24 (Jahreswechsel April)

Syrien: 2224/25 (Jahreswechsel Oktober)

Suriyakati-Kalender (Thai-Solar-Kalender) 2455/56 (1. April)
Tibetischer Kalender 1659
Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1969/70 (April)

Das Jahr 1913 bringt weitere Krisen und Kriege auf dem Balkan. Nach dreimonatigem Waffenstillstand flackern die Kämpfe im Ersten Balkankrieg zwischen mehreren Balkanstaaten und dem Osmanischen Reich wieder auf. Der Krieg endet schließlich auf Vermittlung Großbritanniens, Frankreichs, Deutschlands, Russlands, Österreich-Ungarns und Italiens endgültig mit dem Londoner Vertrag. Das Osmanische Reich muss umfangreiche Gebietsverluste in Europa akzeptieren.

Bulgarische Truppen während der Belagerung Adrianopels

Wenige Wochen später beginnt der Zweite Balkankrieg zwischen den Siegern um die Aufteilung der Beute. Bulgarien, dem es im ersten Krieg gelungen ist, die als uneinnehmbar geltende Stadt Adrianopel zu erobern, greift in Überschätzung der eigenen Stärke die früheren Verbündeten Serbien und Griechenland an, sieht sich aber bald auch mit Rumänien als Gegner konfrontiert, das innerhalb weniger Tage bis in die Vororte von Sofia vordringt. Und auch das Osmanische Reich nutzt die Gelegenheit, kürzlich verlorene Gebiete inklusive Adrianopel zurückzugewinnen. Im Frieden von Bukarest muss Bulgarien praktisch alle gewonnenen Gebiete wieder abgeben, obwohl es im Vertrag von Konstantinopel mit russischer Unterstützung zumindest Zugang zur Ägäis erhält, was einen schwelenden Konflikt mit Griechenland hervorruft.

Österreich-Ungarn erlebt eine Krise in den Ländern der böhmischen Krone um den von der tschechischen Mehrheit geforderten Österreichisch-Tschechischen Ausgleich und den Spionageskandal um Oberst Alfred Redl, der noch schwere militärische Folgen haben wird.

Politik und Weltgeschehen

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Konstantin I. von Griechenland
Alexander Schinas nach seiner Verhaftung
  • 18. März: Georg I., König von Griechenland, wird von Alexander Schinas in Thessaloniki ermordet. Nachfolger wird sein Sohn Konstantin I. Der Attentäter wird für unzurechnungsfähig erklärt und stirbt nach Folterungen durch die Polizei.
  • 26. März: Bulgarische Truppen erobern nach viermonatiger Belagerung die als uneinnehmbar geltende Stadt Adrianopel, nachdem ihnen zwei serbische Divisionen zu Hilfe gekommen sind. Bei der Belagerung sind zum ersten Mal in der Geschichte Flugzeuge zur strategischen Bombardierung eingesetzt worden.
  • 19. Mai: Serbien und Griechenland schließen ein gegen Bulgarien gerichtetes Verteidigungsbündnis.
Unterzeichnung des Londoner Vertrags
Mahmud Şevket Pascha
  • 11. Juni: Trotz umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen wird der osmanische Großwesir Mahmud Şevket Pascha bei einem Attentat ermordet. Ein informelles Triumvirat bestehend aus Enver Pascha, Cemal Pascha und Talât Pascha übernimmt die Macht im Reich.
  • 29. Juni: Mit einer gleichzeitigen Offensive Bulgariens gegen Griechenland und Serbien beginnt der Zweite Balkankrieg. Die Verteidiger, die auf den Angriff vorbereitet sind, können die bulgarischen Einheiten zurückschlagen.
  • 8. Juli: Serbien und Griechenland erklären Bulgarien den Krieg.
  • 9. Juli: Rumänien erklärt Bulgarien den Krieg. Innerhalb weniger Tage erreicht die Armata Română ohne nennenswerten Widerstand die Vororte von Sofia.
  • 11. Juli: Das Osmanische Reich erklärt Bulgarien den Krieg und kann in den nächsten Tagen Teile der im Ersten Balkankrieg verlorenen Gebiete wieder zurückgewinnen. Am 21. Juli wird Adrianopel zurückerobert.
  • 25. Juli bis 31. Juli: Die serbische Armee scheitert bei der Belagerung der bulgarischen Stadt Widin.
Grenzen Bulgariens nach der Konferenz von London und dem Friedensvertrag von Bukarest

Deutsches Reich/Österreich-Ungarn/Italien

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Alfred Redl
Militärpatrouille in den Straßen von Zabern Anfang Dezember 1913
  • 6. November: Zabern-Affäre: Nach dem Bekanntwerden diskriminierender Äußerungen deutscher Offiziere gegenüber der Bevölkerung in der elsässischen Garnisonsstadt Zabern kommt es zu öffentlichen Protesten.
Raymond Poincaré

Großbritannien und Irland

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Davison beim Zusammenstoß mit dem Rennpferd des Königs
  • 4. Juni: Beim Galopprennen in Epsom läuft die englische Suffragette Emily Davison auf die Rennbahn, vermutlich um für das Frauenwahlrecht zu demonstrieren. Sie stößt mit dem Pferd König George V. zusammen und erleidet dabei so schwere Kopfverletzungen, dass sie vier Tage später daran stirbt.
  • ab Juli/August: Dublin Lockout

Weitere Ereignisse in Europa

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Afonso Costa

Vereinigte Staaten von Amerika

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Suffragettenparade in Washington D.C.
Woodrow Wilsons Inauguration
Victoriano Huerta
  • 18. Februar: In Mexiko stürzt General Victoriano Huerta (unter anderem mit Hilfe des US-amerikanischen Botschafters Henry Lane Wilson) das Regime von Francisco Madero. Dieser wird am 22. Februar, während er auf seinen Prozess wartet, „auf der Flucht erschossen“. Damit geht die erste Phase der Mexikanischen Revolution zu Ende. Dem de facto diktatorisch regierenden neuen Präsidenten stellt sich eine Koalition nahezu aller revolutionären Kräfte entgegen. Deren politischer Anführer ist Venustiano Carranza, der Gouverneur von Coahuila, der Huerta das Recht auf die Präsidentschaft abspricht und das Volk zu den Waffen ruft.
Pancho Villa (3. v. r.) 1913
  • 6. März: Der Revolutionsführer Pancho Villa kehrt aus dem Exil nach Mexiko zurück und beginnt im Bundesstaat Chihuahua einen Guerillakrieg gegen General Huertes. Bei den zahlreichen anderen Revolutionsführern stößt er anfänglich auf Skepsis. Seine raschen militärischen Erfolge, vor allem jedoch seine „Akte sozialer Gerechtigkeit“, bei denen er die Verwalter reicher Haciendas hinrichten lässt und die Nahrungsmittel an die arme Landbevölkerung verteilt, führen aber dazu, dass die lokalen Bauernführer in Scharen zu ihm überlaufen.
  • 26. September: Bei einem Treffen in Jimenéz beschließen mehrere mexikanische Revolutionsführer, den Eisenbahnknotenpunkt Torreón anzugreifen. Pancho Villa erhält den Oberbefehl über die Revolutionskontingente übertragen.
Ansicht des Nationalpalastes in Mexiko-Stadt nach Kämpfen während der Decena trágica im Februar 1913
  • 29. September: Die Schlacht um Torreón beginnt mit Angriffen auf die Artillerieeinheiten der Regierungstruppen. Sie endet mit der Einnahme des Ortes durch die Truppen Pancho Villas am 1. Oktober.
  • In der Nacht vom 15. auf den 16. November erobern die Einheiten Pancho Villas die Stadt Ciudad Juárez.
  • 1. Dezember: Pancho Villa und seine Getreuen erobern Chihuahua-Stadt und Villa übernimmt das Amt des Gouverneurs des Bundesstaats. Eine seiner ersten Maßnahmen ist die Enteignung der bisher regierenden Oligarchen.
Premierminister King O’Malley schlägt den ersten Vermessungspfosten ein
Song Jiaoren
  • Bei den ersten Wahlen zur chinesischen Nationalversammlung erringt die Kuomintang die absolute Mehrheit. Deren Anführer Song Jiaoren ist somit Favorit für die Position des Premierministers der Beiyang-Regierung. Er wird jedoch am 20. März auf dem Bahnhof von Shanghai von einem Attentäter angeschossen und erliegt zwei Tage später seinen Verletzungen. Als Hintermann des Attentats gilt der provisorische Präsident der Republik, Yuan Shikai, der danach das Parlament auflöst und die Kuomintang verbietet. Nach einem erfolglosen Aufstand geht die Kuomintang-Führung, einschließlich Sun Yat-sen, nach Japan ins Exil.
  • 11. Juni: Bei der Niederschlagung eines Aufstandes der Moro auf den Philippinen werden in Bud Bagsak 2000 von ihnen, darunter viele Frauen und Kinder, von den US-Amerikanern unter General John J. Pershing getötet.
Der Protestmarsch nach Transvaal
  • 6. November: Der indische Freiheitskämpfer Mohandas Karamchand Gandhi protestiert in Südafrika mit mehr als 2.200 Satyagrahis gegen die Rassendiskriminierungspolitik gegenüber den indischen Einwanderern. Insbesondere protestieren sie gegen ein neues Ehegesetz, wonach nur noch christlich geschlossene Ehen als gültig anerkannt werden.
  • 12. Dezember: Der äthiopische Kaiser Menelik II. stirbt an einem Schlaganfall. Nachfolger als negus negest wird sein Enkel Iyasu V.

Geldwirtschaft und Steuern

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Internationale Ausstellungen

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Panorama der Weltausstellung in Gent
Gelände der Adria-Ausstellung
  • 3. Mai bis 5. Oktober: Im Wiener Prater wird die Adria-Ausstellung 1913 durchgeführt, mit der die wirtschaftlichen und kulturellen Bezüge zur Adriaküste gefördert werden sollen. Mehr als 2 Millionen Menschen besuchen die Ausstellung.
Der Haupteingang der Baufach-Ausstellung
Die Jahrhunderthalle in Breslau
  • 20. Mai bis 26. Oktober: Im preußischen Breslau wird die Jahrhundertausstellung anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Freiheitskriege gegen Napoleon abgehalten. Die Architektur der Ausstellung stammt von Hans Poelzig.
  • 20. Mai: Die von der Royal Horticultural Society veranstaltete erste Chelsea Flower Show wird unter dem Namen RHS Great Spring Flower Show von Königin Alexandra in London eröffnet. Die Ausstellung findet bis heute mit wenigen Ausnahmen jährlich statt.
  • 14. Juni: Die erste Rosen- und Gartenbau-Ausstellung in Forst, Ursprung des Ostdeutschen Rosengartens, wird zum 25. Thronjubiläum Kaiser Wilhelms II. eröffnet. Als Veranstalter zeichnet der Verein der Gärtner und Gartenfreunde zu Forst unter Mitwirkung des Vereins Deutscher Rosenfreunde. Begleitet wird die Rosen- und Dahlienschau von 18 Sonderausstellungen und vielen Veranstaltungen mit Volksfestcharakter. Zu den besonderen Attraktionen gehört die am 24. August erfolgte Landung des Luftschiffes LZ 13 Hansa der DELAG am Rande des Ausstellungsgeländes. Am 5. Oktober schließt die von rund 350.000 Menschen besuchte Ausstellung.
Blue Portrait: Nikola Tesla 1913
Fließband zur Produktion der Tin Lizzie (1913)

Unternehmensgründungen

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Ursprüngliche Seilbahn von 1912/13
Der in Bau befindliche Leipziger Bahnhof

Wissenschaft und Technik

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Sikorskis Russki Witjas
  • 13. Mai: Igor Iwanowitsch Sikorskis viermotorige Russki Witjas, das erste viermotorige Flugzeug der Welt und das erste reine Passagierflugzeug, startet mit den Piloten Sikorski und Aleknowitsch zu seinem ersten Flug. Experten und Presse haben auf Grund der Größe des Flugzeugs zuvor gemutmaßt, dass es niemals fliegen könnte.
Start von Biders Alpenüberflug
  • 13. Juli: Auf dem Weg von Bern nach Mailand überquert der Schweizer Oskar Bider als erster Flugzeugpilot das zentrale Alpenmassiv. Zu Weihnachten stellt er außerdem mit dem Direktflug Paris-Bern einen neuen Rekord auf, indem er vier Stunden und 20 Minuten lang ohne Zwischenlandung in der Luft bleibt.
Historische Postkarte von 1913

Medizin und Humanwissenschaften

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Physik und Astronomie

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Elektronenanordnung des Bariums nach dem bohrschen Atommodell
Prinzipschaltbild des Franck-Hertz-Versuchs
Zweite Solvay-Konferenz 1913
Woolworth Building
Brücke wenige Wochen vor Fertigstellung
  • 3. April: Der Turbinendampfer Vaterland läuft in Hamburg als größtes Passagierschiff der Welt vom Stapel.
Anonyme Zeichnung der Imperator
  • 11. Juni: Die Imperator, das zu diesem Zeitpunkt größte Passagierschiff der Welt aus der Reederei Hapag, läuft vom Steubenhöft bei Cuxhaven zu seiner Jungfernfahrt Richtung New York aus. Es ist das erste Schiff, das die 50.000 BRT-Marke überschreitet.

Sonstige technische Errungenschaften

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  • 17. Februar bis 15. März: Das Zeughaus in New York zeigt die International Exhibition of Modern Art, eine Ausstellung Moderner Kunst, bekannt als Armory Show.
Die kleine Meerjungfrau im Hafen von Kopenhagen
Völkerschlachtdenkmal

Musik und Theater

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Watschenkonzert, Karikatur in Die Zeit vom 6. April
  • 31. März: Ein von Arnold Schönberg dirigiertes Orchester spielt wiederum im Musikvereinssaal Stücke zeitgenössischer Komponisten, die größtenteils dem Expressionismus und der zweiten Wiener Schule angehören. Das Publikum reagiert mit Tumulten und Ausschreitungen auf die ungewohnte Musik. Das Konzert muss schließlich abgebrochen werden.
Die New York Times berichtet am 8. Juni von der Uraufführung des Balletts
Die Orgel der Jahrhunderthalle
Das erste Kreuzworträtsel
  • 3. Februar: Unter der Federführung von Rudolf Steiner wird in Berlin die konstituierende Generalversammlung der Anthroposophischen Gesellschaft abgehalten. Sie tritt an Stelle der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft, die sich im gleichen Jahr wegen gravierender Differenzen aufgelöst hat. Am 20. September wird in Dornach bei Basel der Grundstein für das von Rudolf Steiner als zukünftiges Zentrum der Anthroposophischen Gesellschaft entworfene erste Goetheanum gelegt, nachdem der ursprünglich geplante Johannesbau in München wegen gravierender baulicher Auflagen und Einschränkungen nicht umgesetzt werden konnte.
  • 21. März: Kurz nach der Approbation seiner Doktorarbeit in der Medizin bricht Albert Schweitzer mit seiner Frau Helene zu seiner ersten Reise nach Afrika auf, um in Französisch-Äquatorialafrika ein Krankenhaus aufzubauen. Die beiden fahren den Ogooué flussaufwärts und treffen am 16. April in Lambaréné ein.
  • 24. Mai: Prinzessin Viktoria Luise von Preußen, siebtes und jüngstes Kind sowie einzige Tochter Kaiserin Auguste Viktorias und Kaiser Wilhelms II., heiratet Herzog Ernst August von Hannover. Zur Hochzeitsfeier kommen der russische Zar Nikolaus II. und der britische König Georg V. nach Berlin.
  • 20. Juni: Beim Amoklauf in Bremen durch einen anscheinend geistig verwirrten Lehrer an der Sankt-Marien-Schule in Bremen-Walle kommen fünf Mädchen ums Leben.
  • Im Juni werden auf der Stubalpe in der Steiermark mehrere Tiere von einem Raubtier gerissen, das als Bauernschreck bekannt wird. Bis zum 4. September werden 94 Rinder und 380 Schafe gerissen, zudem sind in der Region zwischen der Steiermark und Kärnten „weite Flächen völlig wildleer“. Krisenstäbe und Sonderkommissionen werden eingesetzt, sicherheitspolizeiliche Maßnahmen beschlossen und Kopfgelder ausgesetzt. Am 17. Dezember sehen drei Jäger unabhängig voneinander auf der Hühnerstütze angeblich einen ausgewachsenen Löwen.
  • 4. September: Der Lehrer Ernst August Wagner tötet bei einem Amoklauf in Stuttgart-Degerloch insgesamt 17 Menschen. Zwischen dem Täter, der in eine psychiatrische Heilanstalt eingewiesen wird, und dem psychiatrischen Gutachter Robert Eugen Gaupp eine enge Beziehung.
  • 19. Oktober: In Leipzig wird als Konsequenz aus einem schweren Unglück in Binz auf Rügen die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft gegründet. Hauptziel der Gesellschaft ist, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren.
Die bei der Leipziger Löwenjagd zur Strecke gebrachten Tiere vor der Polizeiwache
Die gestrandete Veronese
  • 16. Januar: Das Kombischiff Veronese strandet vor Leixões mit über 230 Menschen an Bord. Zwischen 16 und 23 Personen kommen bei dem Versuch ums Leben, an Land zu schwimmen.
  • 27. Januar: Nach einem Zusammenstoß im Ärmelkanal sinkt das Schiff Pangani innerhalb von nur fünf Minuten. Nur vier Mann der Besatzung können gerettet werden.
  • 5. Februar: Der Eisenbahnunfall von Erzsébetváros führt zu einem Großbrand und kostet drei Menschen das Leben. Der im Zug mitreisende Prinz Eitel Friedrich von Preußen, zweiter Sohn Kaiser Wilhelms II., bleibt unverletzt.
  • 26. Juli: Beim Eisenbahnunfall von Bramming kommen 15 Menschen ums Leben.
  • 17. August: In der Gambier Bay an der Küste von Alaska rammt der Passagierdampfer State of California einen unbekannten Unterwasserfelsen und sinkt innerhalb von drei Minuten. 32 Menschen ertrinken.
Die brennende Volturno
  • 9. Oktober: Mitten im Nordatlantik brennt der britische Ozeandampfer Volturno wegen einer weggeworfenen Zigarette eines Passagiers ab und geht unter, 136 Passagiere und Besatzungsmitglieder sterben. Durch drahtlose Telegrafie herbeigerufene Schiffe können über 400 Menschen retten und eine noch größere Katastrophe verhindern.
  • 14. Oktober: In Wales ereignet sich das bislang schwerste Grubenunglück in Großbritannien. Bei der Explosion in der Zeche Universal in Senghenydd sterben 439 Bergleute. Vermutlich kommt es erst zu einer Methangasexplosion, der unmittelbar eine Kohlenstaubexplosion folgt.
Zeitgenössische künstlerische Darstellung des Absturzes
Positionen von Wracks nach dem Sturm

Natur und Umwelt

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Der Denali

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Preis Person Land Begründung für die Preisvergabe Bild
Nobelpreis für Physik Heike Kamerlingh Onnes
(1853–1926)
 Niederlande „aus Anlass seiner Untersuchungen über die Eigenschaften von Körpern bei niedrigen Temperaturen, die unter anderem zur Darstellung von flüssigem Helium führten“ Heike Kamerlingh Ones
Nobelpreis für Chemie Alfred Werner
(1866–1919)
 Schweiz (geboren in Mülhausen, damals Deutschland) „auf Grund seiner Arbeiten über die Bindungsverhältnisse der Atome im Molekül, wodurch er ältere Forschungsgebiete geklärt und neue erschlossen hat, besonders im Bereich der anorganischen Chemie“ Alfred Werner
Nobelpreis für Physiologie oder Medizin Charles Richet
(1850–1935)
 Frankreich „für seine Arbeiten über Anaphylaxie“ Charles Robert Richet
Nobelpreis für Literatur Rabindranath Tagore
(1861–1941)
Flagge von Britisch-Indien Britisch-Indien „auf Grund der tiefen und hohen Beziehung sowie der Schönheit und Frische seiner Dichtungen, die auf eine glänzende Weise sein dichterisches Schaffen auch in dessen eigentümlichem englischen Gewand der schönen Literatur des Abendlandes einverleibt“ Rabindranath Thakur
Friedensnobelpreis (verliehen 1913) Henri La Fontaine
(1854–1943)
 Belgien Präsident des Ständigen Internationalen Friedensbüros Henri La Fontaine
  • 1. Januar: Ara Masahito, japanischer Literaturwissenschaftler und -kritiker († 1979)
  • 1. Januar: Hans L. Merkle, deutscher Manager († 2000)
  • 1. Januar: Norman Rosten, US-amerikanischer Schriftsteller († 1995)
  • 2. Januar: Gardner Read, US-amerikanischer Komponist († 2005)
  • 2. Januar: Johnny Simone, französischer Unternehmer und Automobilrennfahrer († 1967)
  • 4. Januar: Tanumafili II., samoanisches Staatsoberhaupt († 2007)
  • 5. Januar: César Marcelak, französischer Radrennfahrer († 2005)
  • 5. Januar: Pierre Veuillot, Erzbischof von Paris und Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1968)
  • 6. Januar: Georg Angermaier, deutscher Jurist, Staatswissenschaftler und Widerstandskämpfer († 1945)
  • 6. Januar: Klaus Eschenburg, deutscher Brigadegeneral im Bundesnachrichtendienst († 1973)
  • 6. Januar: Loretta Young, US-amerikanische Schauspielerin († 2000)
  • 7. Januar: Herbert Krause, deutscher Brigadegeneral und Nachrichtendienstmitarbeiter († 1992)
  • 7. Januar: Anton Mader, österreichischer General († 1984)
  • 7. Januar: Francis De Wolff, britischer Schauspieler († 1984)
  • 8. Januar: Berthold Bahnsen, friesisch-deutscher Politiker († 1971)
Richard Nixon, 1971
  • 9. Januar: Richard Nixon, US-amerikanischer Politiker, 37. Präsident der USA († 1994)
  • 10. Januar: Gustáv Husák, slowakischer Politiker und Staatspräsident der Tschechoslowakei († 1991)
  • 10. Januar: Mehmet Shehu, albanischer Politiker und Premierminister († 1981)
  • 11. Januar: Franz Aschenwald, österreichischer Skisportler († 1945)
  • 11. Januar: Eduard Buess, Schweizer evangelischer Geistlicher und Hochschullehrer († 2003)
  • 12. Januar: Willi Birkelbach, deutscher Politiker († 2008)
  • 13. Januar: Toni Kurz, deutscher Bergsteiger († 1936)
  • 15. Januar: Lloyd Bridges, US-amerikanischer Schauspieler († 1998)
  • 15. Januar: Hans Caninenberg, deutscher Schauspieler († 2008)
  • 15. Januar: Alexandr Marinesko, U-Boot-Kommandant der S-13 im Zweiten Weltkrieg († 1963)
  • 17. Januar: Lotte Berk, deutsch-britische Tänzerin, Gymnastik- und Tanzlehrerin († 2003)
  • 18. Januar: Helmut Deckert, deutscher Bibliothekar († 2005)
  • 20. Januar: Karl Bewerunge, deutscher Politiker, MdB († 1993)
  • 22. Januar: William Conway, Erzbischof von Armagh und Kardinal († 1977)
  • 22. Januar: Carl Ferdinand Howard Henry († 2003), US-amerikanischer Baptistenpastor, Hochschullehrer für Religionsphilosophie und Theologie, Autor, Herausgeber und Gründer evangelikaler Institutionen
  • 23. Januar: Jean-Michel Atlan, französischer Künstler († 1960)
  • 24. Januar: Norman Dello Joio, US-amerikanischer Komponist und Professor († 2008)
  • 24. Januar: Wolf von Niebelschütz, deutscher Schriftsteller und Historiker († 1960)
  • 25. Januar: Jürgen Aschoff, deutscher Biologe († 1998)
  • 25. Januar: Witold Lutosławski, polnischer Komponist und Dirigent († 1994)
  • 26. Januar: Jimmy Van Heusen, US-amerikanischer Komponist († 1990)
  • 27. Januar: