Andreas Neumeister

Andreas Neumeister (* 16. September 1959 in Starnberg; † 2. November 2026 in München[1][2]) war ein deutscher Schriftsteller.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Andreas Neumeister studierte nach dem Abitur Ethnologie an der Universität München. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit betrieb er mit Christos Davidopoulos den mobilen Club „Medley“. Er lebte zuletzt in München.
Andreas Neumeister galt als Vertreter einer Spielart der Popliteratur, die formal in der Nachfolge von Autoren wie Rolf Dieter Brinkmann steht, allerdings auch neuere Entwicklungen wie die Rap Poetry verarbeitete. In seinen collagenhaften Texten zeichnete er ein Bild der deutschen Gegenwartsrealität; breiten Raum nimmt im Werk des passionierten Musikkonsumenten Neumeister auch die Medienrezeption ein. Sein zuletzt erschienenes Werk, Könnte Köln sein, untersucht den Zusammenhang von Architektur, Politik und Geschichte und beschreibt Metropolen wie Berlin, Rom, Paris, New York oder Moskau.
Andreas Neumeister erhielt 1993 den Förderpreis zum Alfred-Döblin-Preis sowie 1996 den Bayerischen Förderpreis für Literatur. 1999 wurde ihm ein Literaturstipendium in der Villa Massimo in Rom zuerkannt.[3]
Anfang November 2026 starb er im Alter von 67 Jahren.
Werke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Äpfel vom Baum im Kies. Frankfurt am Main 1988.
- Salz im Blut. Frankfurt am Main 1990.
- Ausdeutschen. Frankfurt am Main 1994.
- Gut laut. Frankfurt am Main 1998.
- Angela Davis löscht ihre Website. Frankfurt am Main 2002.
- Könnte Köln sein. Städte. Baustellen. Roman. Frankfurt am Main 2008.
Hörspiele
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ... und die Sirenen heulten lichterloh. BR, 1992.
- Prima Leben Und Sparen. BR, 1998, zusammen mit 'Dolores' (d. i. Ronald und Robert Lippok)
- Angela Davis löscht ihre Website. BR, 2004.
- MYA – über die Zukunft des Kapitalismus war alles bekannt. BR, 2010.
Herausgeberschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Poetry! Slam! Reinbek bei Hamburg 1996 (zusammen mit Marcel Hartges)
Ausstellungskataloge und Künstlerbücher
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Andreas Neumeister, In dubio pro disco. Rom 1999.
- Aylin Langreuter: Function Follows Fairytale. Mit Texten von Andreas Neumeister. Blumenbar Verlag, München 2010, ISBN 978-3-936738-73-5.
- Eagle Rock Playground House. Mit Andreas Fogarasi und Sasha Pirker. Spector Books, Leipzig 2011, ISBN 978-3-940064-25-7.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Moritz Baßler: Seine Texte wollen nicht Bild werden, sondern Laut. Nachruf in Taz online vom 3. November 2026, abgerufen am 3. November 2026.
- ↑ Popliterat der ersten Stunde: Andreas Neumeister ist gestorben. 3. November 2026, abgerufen am 3. November 2026.
- ↑ Villa Massimo | Andreas Neumeister. Abgerufen am 21. August 2019.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Neumeister, Andreas |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 16. September 1959 |
| GEBURTSORT | Starnberg |
| STERBEDATUM | 2. November 2026 |
| STERBEORT | München |