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Nachleben

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Grün: Deutsch-Ostafrika, Violet: Britische Kolonien, Rotbraun: Belgisch-Kongo

Nachleben ist ein 2020 als Afterlives erschienener englischsprachiger Roman des Literaturnobelpreisträgers 2021 Abdulrazak Gurnah. Der Roman erzählt Ausschnitte aus dem Leben einer kleinen Zahl von Hauptfiguren aus Ostafrika zwischen etwa 1850 und 1963.[1] Die in diesem Zeitraum wechselnden Gesellschaftsformen der arabischen Dominanz, der deutschen Kolonialherrschaft, der britischen Mandatsverwaltung sowie der Unabhängigkeit ermöglichen und begrenzen auf je spezifische Weise die individuelle Entwicklung der Figuren. „Er erzählt die Geschichte des heutigen Tansania im 20. Jahrhundert, unter arabischer, deutscher und britischer Fremdherrschaft.“[2] Auch mit diesem Roman verschiebt Gurnah wie schon mit Das verlorene Paradies den gewohnten Blick auf die meist vernachlässigten „Nebeneffekte der großen europäischen Tragödien“.[3]

Der Titel impliziert eine Vorher-Nachher-Beziehung, die aus Sicht der handelnden Personen einen Umbruch zwischen zwei Lebensphasen voraussetzt. Darauf spielt der Erzähler mehrfach an, der seine Figuren in bestimmten Situationen sich an vorausliegende glücklichere Zeiten, der Entfaltung ihrer Talente und Möglichkeiten mit Bedauern erinnern lässt. Die spätere Stagnation wird als Lebensenttäuschung und sich verstärkende Belastung erlebt, deren lange Dauer der Erzähler zum Romantitel Nachleben verdichtet.[4] Aber es sind auch „Geschichten des sich neu Erfindens, Transformierens und Weitermachens - zwischen Ländern, Kontinenten und Identitäten.“[5]

Alle Hauptfiguren reflektieren wiederholt über den Abbruch von Perspektiven:[6] So resümiert Khalifa sein Leben im Gespräch mit Hamza: „Glück ist niemals permanent. Du kannst nie sicher sein, wie lange es währt. [...] Das Leben ist voller Bedauern. [...] Nutze den Tag.“[7] Hamza wurde traurig beim Gedanken an „die Jahre seines Lebens ohne Liebe und an die kurzen Episoden mit Freundlichkeit“.[8] Ebenso bewertet beispielsweise Afiya erst im Rückblick sowohl das Leben im Haus von Bimkubwa und Khalifa als eine Periode der Zufriedenheit als auch das Zusammensein mit ihrem Bruder Ilyas als eine glückliche Phase.[9]

Deutsch-Ostafrika, Askarikompanie mit deutschen Offizieren

Wie die dämonischen Kräfte der Vergangenheit sich im Nachleben durchsetzen und eine glückliche Phase wenigstens zeitweilig beenden, präsentiert der Autor an der Figur des kleinen Ilyas, des Neffen von Afiyas verschwundenem Bruder: Der zunächst „dem Schweigen zugetane“ kleine Ilyas beginnt mit elf Jahren in fremder Zunge zu reden, die die Familie als Aufforderung versteht, das Schicksal seines Onkels, des großen Ilyas, zu erforschen und somit die abgebrochene Beziehung zu erneuern.[10] Die Entdeckungen seines inzwischen 38-jährigen Neffen in Archiven der Bundesrepublik während eines Studienaufenthaltes 1963 sind sowohl erstaunlich (Onkel Ilyas schloss sich den Nazis an!), aber trotz aller Schicksalswendungen auch tröstlich: einer seiner Söhne „liebte Onkel Ilyas genug, um ihm aus Solidarität in den sicheren Tod [im KZ Sachsenhausen] zu folgen.“[11] „Das Ende von Nachleben führt die Themen der Wahl, der Liebe, der Entwurzelung, von Erinnerung und Geschichte zusammen“ und lässt uns die eigenen Entscheidungen und ihre Nachwirkungen befragen.[12]

Ein arabischer Sklavenhändler ermordet auf dem Weg zur Küste einen zu erschöpften Sklaven (Zeichnung nach einem Bericht von David Livingstone 1866)

Wenn auch nur relativ kurz, so greift der Erzähler mit Khalifas Vater Qassim und seinem Großvater doch bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück und beschreibt ihre miserablen Lebensumstände mehr als eine Generation vor dem Auftauchen der Deutschen in Ostafrika. Wie schon in seinem Roman Das verlorene Paradies entzieht Gurnah damit aller Romantisierung der vorkolonialen, arabisch und indisch beherrschten Gesellschaften Ostafrikas die Basis.

Der Roman umgreift daher mit der Archivforschung Ilyas‘ II in der Bundesrepublik 1963 einen Zeitraum von etwa einhundert Jahren, in dem anhand der Hauptfiguren die Lebenschancen der arabisch-indisch-schwarzen Unter- und Mittelschichten Ostafrikas mit den Schwerpunkten der vorkolonialen Zeit, des deutschen und englischen Kolonialismus ausgelotet werden. Die aus den verstreuten relativen und wenigen absoluten Daten, z. B. aus der Kriegserklärung Englands an das Deutsche Reich und seine Kolonien am 4. August 1914[13] sich ergebenden Geburtsdaten der Hauptfiguren sind annähernd wie folgt: Khalifas Vater Qassim um 1850, Khalifa 1874, Ilyas I um 1890, Nassor Biashara um 1893, Hamza um 1897, Afiya um 1902, Ilyas II. 1924.

Khalifa ist der Sohn einer Afrikanerin und eines indischen Muslims. Er arbeitet als Gehilfe zunächst für den Kaufmann Amur Biashara und dann für dessen Sohn Nassor Biashara, mit dem ihn eine gegenseitige Abneigung verbindet. Seine arrangierte Ehe mit Asha, der Nichte Amur Biasharas, bleibt wenig glücklich und kinderlos.

Deutsche Revolverkanone im Einsatz gegen Aufständische in Ostafrika

Ilyas verlässt im Alter von 11 Jahren seine Eltern, die auf dem Dorf ein Leben in Armut führen. Ein afrikanischer Askari der deutschen Kolonialarmee kidnappt ihn, um ihn als seinen Gewehrträger („gun boy“) zu gebrauchen, doch ein deutscher Offizier lässt ihn frei und vermittelt ihn an einen deutschen Farmer, der ihn zur Schule schickt. Als Erwachsener arbeitet er für den deutschen Eigentümer einer Sisal-Plantage und schließt Freundschaft mit Khalifa. Als der Erste Weltkrieg heraufzieht, schließt er sich freiwillig der deutschen Kolonialarmee an.

Dass sie danach keine Nachrichten mehr von ihm erhalten, wird für Afiya und Hamza zu einer Belastung. Erst im letzten Kapitel des Buches gelingt es Ilyas' gleichnamigem Neffen während eines Deutschland-Aufenthaltes, mehr über das Schicksal des Verschollenen zu erfahren: Ähnlich wie den historischen Askari Bayume Mohamed Husen[14] hat es ihn nach Deutschland verschlagen, wo er sich dem Reichskolonialbund, der von den Nationalsozialisten geförderten Bewegung zur Wiedererlangung der ehemaligen Kolonien, zur Verfügung stellte. Wegen einer außerehelichen Affäre wurde er in das KZ Sachsenhausen gebracht, wo er – wie Husen – starb.

Ilyas' Schwester Afiya kommt erst nach dessen Weggang aus dem Dorf zur Welt. Als ihre Mutter stirbt, übergibt der zuckerkranke Vater Afiya an eine Familie in einem nahe gelegenen Dorf, bei der sie schlecht behandelt wird. Erst als Ilyas sich auf den Rat Khalifas hin aufmacht, um nach seinen Eltern zu suchen, erfährt er, dass er eine Schwester hat, nimmt sie bei sich auf und bringt ihr Lesen und Schreiben bei. Jedoch schickt er sie zur Pflegefamilie zurück, als er in den Krieg zieht. Als ihr Pflegevater sieht, dass sie Schreibübungen macht, verprügelt er sie so brutal, dass er ihre linken Handknochen zerschlägt: Frauen, die Lesen und Schreiben können, werden zu selbständig. Mit der rechten Hand schreibt sie einen Hilferuf an Khalifa, der sie bei sich aufnimmt.

Deutsch-Ostafrika, Krieger eines der Hirtenstämme des Inneren

Als Kind wird Hamza von seinem Vater an einen Händler übergeben, um damit Schulden abzutragen. In derselben Stadt, in der die anderen Hauptfiguren leben, muss er in dem Ladengeschäft des Händlers arbeiten. Er darf es so selten verlassen, dass er seine Stadt kaum kennt. Sein Jugendschicksal gleicht damit dem des Yusuf aus Gurnahs 1994 erschienenem Roman Paradise.[14] Als der Krieg heraufzieht, läuft er davon und schließt sich freiwillig der deutschen Armee an. Der namenlose Oberleutnant seiner Einheit macht ihn zu seinem persönlichen Diener, schikaniert ihn einerseits, beschützt ihn andererseits und bringt ihm Deutsch bei – so entwickelt sich eine komplexe Beziehung zwischen einem Unterdrücker und seinem Unterdrückten.[15] Als der Feldwebel der Einheit ihn kurz vor der deutschen Niederlage in einem Wutanfall lebensgefährlich verwundet, sorgt der Oberleutnant dafür, dass er bei einem deutschen Missionar aufgenommen wird, durch dessen Pflege seine Gesundheit weitgehend wiederhergestellt wird, auch wenn ein Bein weiterhin wenig belastbar bleibt. Wenn etwas Gutes in seinem Leben passiere, solle er ihr schreiben. Nach einer Zeit zielloser Wanderschaft findet er schließlich Arbeit bei Nassor Biashara und wird von Khalifa in sein Haus aufgenommen. Afiya und er verlieben sich und heiraten. Afiya erleidet insgesamt drei Fehlgeburten; nur ein Kind wird lebend geboren und nach seinem verschollenen Onkel Ilyas genannt.

Ilyas wächst zu einem gesunden, stillen Jungen heran. Er ist ein guter Schüler, bleibt jedoch gegenüber seinen Mitschülern zurückhaltend. Eines Abends beobachtet Hamza, wie Ilyas mit sich selbst zu sprechen scheint. Bald kursieren im Ort Gerüchte über sein ungewöhnliches Geflüster. Ilyas beschreibt die Stimme in seinem Kopf als die einer Frau, die unablässig nach seinem Onkel Ilyas fragt. Seine Eltern wenden sich an eine spirituelle Heilerin, die zu dem Schluss kommt, dass eine „Besucherin“, die zuvor mit Bi Asha – der kurz nach Ilyas’ Geburt verstorbenen Frau Khalifas – verbunden gewesen sei, auf Ilyas übergegangen sei und keine Ruhe finde, solange sie nichts über Afiyas Bruder erfahre.

Während des Zweiten Weltkriegs meldet sich Ilyas freiwillig zu den King’s African Rifles, da ihm die Regierung Bildungsaufstieg in Aussicht stellt. Nach dem Krieg arbeitet er als Lehrer und ist im Rundfunk tätig, wo er eigene Texte vorliest. Nach der Unabhängigkeit erhält er ein Stipendium der Bundesrepublik Deutschland und verbringt ein Jahr in Bonn zur Weiterbildung in Rundfunktechnik. Diese Zeit nutzt er, um Nachforschungen über seinen Onkel Ilyas anzustellen.

Der Fokus der Erzählung wandert abwechselnd über die Hauptfiguren, die sich zunächst zufällig begegnen. Diese anfängliche Zusammenhangslosigkeit der meisten Hauptfiguren impliziert die Unabhängigkeit ihrer Erfahrungen voneinander und unterstreicht damit die Repräsentativität der geschilderten Erlebnisse. Diese ungewöhnliche Struktur ist damit Teil der Botschaft.[16]

Der allwissende auktoriale Erzähler nutzt seine Übersicht über die historische Zeit auch dazu, wiederholt die Aufstände der afrikanischen Stämme und Stammesgemeinschaften gegen die deutsche „Schutztruppe“ und deren terroristische Reaktionen zu schildern. Das Zeitgemälde entsteht daher auch im Wechsel von historischen Berichten und personaler Evidenz, in einer dramaturgischen Verknüpfung fiktionaler Biografien mit ihren zeitgenössischem Rahmen.

Der Roman ist in 15 Kapitel gegliedert, die bis auf kurze Rückblicke der historischen Chronologie folgen. Darüber hinaus aber sind die Kapitel in vier nummerierte Kapitelgruppen ohne besondere Überschriften zusammengefasst. In dieser Struktur gewinnen die Einzelschicksale mehr als nur eine anekdotische Evidenz. Die Unterordnung der biografischen Details unter die vierfache Gruppierung verdichtet und verallgemeinert das Kaleidoskop der Individualereignisse.

Der Dampfer Kaiser Wilhelm II zeigt Präsenz in Deutsch-Ostafrika, von den Briten später als Lord Milner genutzt (Foto von 1908)

Die vier Kapitelgruppen haben folgende thematische Schwerpunkte:

  • In Eins das vorkoloniale Leben in einem arabisch geprägten Islam, der mit brutalster Kinderbestrafung, der Einübung in die „ehrenhafte“ Unsichtbarkeit moslemischer Jungfrauen und mit Sklaverei auch noch im frühen 20. Jahrhundert kompatibel war.[17] Gurnah zu seiner Perspektive: „Ich stelle den Kolonialismus als eine Zerstörung dar - nicht von etwas Harmonischerem oder Besserem, doch von einer Wirklichkeit, die das Resultat von Verhandlungen zwischen verschiedenen Kulturen war.“[18]
  • In Zwei das Training der deutschen „Schutztruppe“, ihr permanenter terroristischer Kampf gegen die Aufstände verschiedener Stämme und ihr das Land verheerender Kampf gegen alliierte Truppen im Ersten Weltkrieg.
  • In Drei übernimmt die britische Verwaltung die Kolonie als Mandatsgebiet nach der Niederlage Deutschlands und wirbt mit einer Expansion des Bildungswesens, einer Alphabetisierungskampagne, dem öffentlichen Gesundheitswesen und mit weiteren Initiativen[19] um Zustimmung der Bevölkerung. Im Kontrast zum deutschen Kolonialismus entsteht ein insgesamt positiver Rahmen für die Liebesbeziehung zwischen Afiya und Hamza, mit allen zusätzlichen Schwierigkeiten der Umgehung islamischer Sprech- und Berührungsverbote wischen Frauen und Männern.
  • In Vier die Besserung der Lebenssituation für Afiya und Hamza in den 1920er Jahren, dann die Geburt ihres Sohnes Ilyas 1924, der später mit seiner zeitweiligen Besessenheit vom Schicksal seines Onkels einem der Familienrätsel eine Lösungsrichtung vorgibt und als Erwachsener mit einem Stipendium an der Universität Bonn 1963 diese Leere schließlich füllen kann.

Zum Zeitpunkt der Nobelpreisverleihung im Oktober 2021 lag noch keine deutsche Übersetzung vor.[20] Wie auch Neuauflagen von bereits auf Deutsch erschienenen Werken Gurnahs ist die deutschsprachige Erstveröffentlichung von Afterlives im Münchner Penguin Verlag inzwischen erschienen.[21][22]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Das Gebiet Deutsch-Ostafrikas wurde nach dem Versailler Vertrag zwischen Belgien und Großbritannien aufgeteilt: Belgien erhielt Mandate über Burundi und Ruanda und Großbritannien das Mandat über Tanganjika. 1946 wurde es britisches Treuhandgebiet der Vereinten Nationen. 1958 und 1959 fanden erstmals Parlamentswahlen im späteren Tansania statt, das 1961 seine Unabhängigkeit erreichte.
  2. ↑ Sigrid Löffler, deutschlandfunkkultur.de
  3. ↑ „Later these events [the war in Africa] would be turned into stories of absurd and nonchalant heroics, a sideshow to the great tragedies in Europe, but for those who lived through it, this was a time when their land was soaked in blood and littered with corpses.“ A. Gurnah: Afterlives, Bloomsbury 2021, S. 91. „Gurnah is known for decentring European history.“ Maaza Mengiste: Afterlives by Abdulrazak Gurnah review – living through colonialism. In: The Guardian. 30. September 2020 (theguardian.com).
  4. ↑ Gurnah’s „characters’ worlds are broken, and yet they struggle to make them complete, valuable and beautiful.“ Samir Jeraj
  5. ↑ Julia Hitz
  6. ↑ Samir Jeraj: „At its heart, the novel is a series of psychological portraits addressing trauma and – as the title suggests – what comes afterwards.“
  7. ↑ „Good fortune is never permanent. You cannot always be shure how long good moments will last. [...] Life is full of regrets. [...] Take your chances.“ Gurnah: Afterlives, Bloomsbury 2021, S. 203.
  8. ↑ Hamza felt „sad for the loveless years of his own life, and for the episodes of gentleness in it that had been so brief.“ A. Gurnah: Afterlives, Bloomsbury 2021, S. 167.
  9. ↑ Afiya „did not think it at that time but later she knew that it was a period of contentment for her, those first months when she came to live with Bimkubwa and Baba Khalifa.“ A. Gurnah: Afterlives, Bloomsbury 2021, S. 72. „She remembered the happy times she had spent with him [her brother Ilyas].“ A. Gurnah: Afterlives, Bloomsbury 2021, S. 242.
  10. ↑ „It became evident as he grew up that he was drawn to silence. [...] Ilyas was eleven years old when the whispers started. [After two years] the voice came every night asking for Ilyas“ A. Gurnah: Afterlives, Bloomsbury 2021, S. 239, 243, 252.
  11. ↑ „Someone loved Uncle Ilyas enough to follow him to certain death in a concentration camp in order to keep company.“ A. Gurnah: Afterlives, Bloomsbury 2021, S. 275.
  12. ↑ „The ending of Afterlives brings together the themes of choice, love, dislocation, memory and history. The powerful stories that Gurnah tells in his novels provoke us to examine our own choices and where they have led us today.“ Samir Jeraj
  13. ↑ A. Gurnah: Afterlives, Bloomsbury 2021, S. 80, 87.
  14. 1 2 Samir Jeraj: Abdulrazak Gurnah on Afterlives and Colonial Hypocrisy. 20. Januar 2021 (thelondonmagazine.org).
  15. ↑ „Hamza’s story is the most compelling and disturbing in the novel, laying bare the abusive and complex desires that shape the intimate relationship between oppressor and oppressed.“ Maaza Mengiste: Afterlives by Abdulrazak Gurnah review – living through colonialism. In: The Guardian. 30. September 2020 (theguardian.com).
  16. ↑ Samir Jeray: „Afterlives celebrates community through the interconnectedness of its characters, through their encounters with one another.“
  17. ↑ A. Gurnah: Afterlives, Bloomsbury 2021, S. 45 f., 100 ff., 160, 202 f., 205 f., 224.
  18. ↑ Julia Hirtz
  19. ↑ A. Gurnah: Afterlives, Bloomsbury 2021, S. 218, 237 f.
  20. ↑ Julia Hitz: Nobelpreisträger Abdulrazak Gurnah: Postkolonial präzise. 7. Oktober 2021 (dw.com).
  21. ↑ Literaturnobelpreisträger Gurnah auf Deutsch bei Penguin, boersenblatt.net, 21. Oktober 2021, abgerufen am 23. Oktober 2021.
  22. ↑ Abdulrazak Gurnah - Nachleben. In: www.penguinrandomhouse.de. Penguin Random House, abgerufen am 17. Juni 2022.