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Sam Neill

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Sam Neill (2017)

Sir Nigel John Dermot „Sam“ Neill, KNZM, OBE (* 14. September 1947 in Omagh, Nordirland, Vereinigtes Königreich; † 13. Juli 2026 in Sydney, Australien) war ein neuseeländischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor. Er war sowohl Hauptdarsteller von Independentfilmen als auch von Hollywood-Produktionen. Seine wohl bekannteste Rolle war die des Dr. Alan Grant in Jurassic Park.

Geboren als Sohn einer Soldatenfamilie in Nordirland, die 1954 nach Neuseeland zurückzog, besuchte Neill die regulären Schulen und die Universität, wo er einen Abschluss in englischer Literatur machte. Er begann früh, als Schauspieler zu arbeiten, und war für die National Film Unit sechs Jahre lang als Regisseur und Drehbuchautor tätig.[1] In den 1970er-Jahren übernahm er erste Film- und Fernsehrollen, einem breiteren Publikum in Australien und Ozeanien wurde er erstmals durch Meine brillante Karriere (1979) bekannt. Eindruck machte er auch in Todesstille an der Seite von Nicole Kidman (1988).

In den 1980er-Jahren folgten erste Engagements in Europa und den USA. So spielte er 1981 die Hauptrolle in dem deutsch-französischen Horrorfilm Possession (1981). Seinen höchsten Bekanntheitsgrad erzielte er in den 1990er-Jahren, als er in Steven Spielbergs Welterfolg Jurassic Park (1993) die Hauptrolle des Paläontologen Dr. Alan Grant verkörperte. Diese Rolle spielte er nochmals 2001 in der Fortsetzung Jurassic Park III und in Jurassic World: Ein neues Zeitalter, der im Juni 2022 in die Kinos kam. Populär wurde er außerdem durch Filme wie die Tom-Clancy-Buchverfilmung Jagd auf Roter Oktober (1990) oder das vielfach ausgezeichnete Liebesdrama Das Piano (1993), in dem er entgegen seinen sonst eher sanftmütigen Rollen eine ambivalente Figur spielte.[1] 1997 spielte er an der Seite von Laurence Fishburne in Event Horizon.

Sam Neill (2010)

Er spielte auch Hauptrollen in vielen Fernsehproduktionen, beispielsweise in der Fantasyserie Merlin (1998) oder in der Krimireihe Peaky Blinders – Gangs of Birmingham (2013–2014).

Neill hatte einen Sohn mit der Schauspielkollegin Lisa Harrow, eine Tochter mit der Maskenbildnerin Noriko Watanabe und eine Stieftochter. Seit 2017 war er mit der Journalistin und Autorin Laura Tingle liiert.[2] Ab 1993 war er Inhaber der Two Paddocks Ltd., eines kleinen, in Otago in Neuseeland ansässigen Familienunternehmens, das Weine herstellt.[3]

In seiner im März 2023 erschienenen Autobiografie Did I Ever Tell You This? (‚Hab ich Dir das je erzählt?‘) gab Neill bekannt, dass er sich seit März 2022 einer Chemotherapie unterziehen müsse, nachdem bei ihm ein Angioimmunoblastisches T-Zell-Lymphom (ein Non-Hodgkin-Lymphom) diagnostiziert worden sei.[4][5][6] Er sei nach der Therapie krebsfrei gewesen.[7]

Sam Neill starb am 13. Juli 2026 im Alter von 78 Jahren im australischen Sydney.[8]

Sein deutscher Synchronsprecher war überwiegend Wolfgang Condrus.[9]

  • 1995: Neuseeland – Kino der Unruhe (Cinema of Unease: A Personal Journey by Sam Neill) (52 Minuten) zusammen mit Judy Rymer für das BFI
Commons: Sam Neill – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Hal Erickson: Sam Neill (Memento vom 7. Juni 2021 im Internet Archive) bei AllMovie (englisch)
  2. Sam and Laura. In: abc.net.au. 26. April 2020, abgerufen am 13. Juli 2026 (australisches Englisch).
  3. Profile (Memento vom 2. Juli 2002 im Internet Archive) auf der Website von „Two Paddocks“.
  4. „Jurassic Park“-Star Sam Neill macht Krebserkrankung öffentlich. In: T-Online. 17. März 2023, abgerufen am 18. März 2023.
  5. Lucy Clark: Sam Neill on his new memoir and living with blood cancer: ‘I’m not afraid to die, but it would annoy me’. In: The Guardian. 17. März 2023, abgerufen am 18. März 2023 (englisch).
  6. Sam Neill: Did I Ever Tell You This? A Memoir. Text Publishing, 2023, ISBN 978-1-92279030-9 (432 S.).
  7. Schauspieler Sam Neill mit 78 Jahren gestorben. In: tagesschau.de. 13. Juli 2026, abgerufen am 13. Juli 2026.
  8. »Jurassic Park«-Star Sam Neill ist tot. In: Der Spiegel. 13. Juli 2026, abgerufen am 13. Juli 2026.
  9. Sam Neill. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 12. Februar 2021.